FAQ

Kann man bei einem schweren Fehlverhalten einen Vergleich schließen?

Herr Grognon, ein Angestellter der Firma ELLE EST BELLE LA VIE, weigerte sich, die Bestellung einer Kundin für Partyartikel anzunehmen. Offenbar ist dies nicht sein erster Verstoß gegen die Arbeitsordnung, da er zu Stimmungsschwankungen neigt und Kundenanfragen mitunter ohne Erklärung ignoriert. Herr Grognon wurde daher wegen schweren Fehlverhaltens entlassen. Sein Arbeitgeber, der ein mögliches Gerichtsverfahren vermeiden wollte, entschied sich für eine außergerichtliche Einigung.

Hatte er die Möglichkeit dazu?

➢ Der Arbeitgeber hat auch in diesem Fall die Möglichkeit, Kompromisse einzugehen schwere Verfehlung vom Arbeitnehmer begangen. ➢ Es ist zu beachten, dass der Arbeitgeber im Falle einer Abfindungsvereinbarung auf das Recht verzichtet, den Arbeitnehmer als solchen einzustufen. schwere Verfehlung und stimmt der Zahlung einer Abfindung zu. ➢ Die Abfindungsvereinbarung muss eindeutig die gegenseitigen Zugeständnisse von Arbeitnehmer und Arbeitgeber belegen, andernfalls ist die Vereinbarung ungültig. ➢ Diese Zugeständnisse umfassen den Verzicht des Arbeitnehmers auf seinen Anspruch auf Entschädigung anstelle der Kündigungsfrist und den Verzicht des Arbeitgebers auf jegliche Ansprüche wegen groben Fehlverhaltens. FOKUS AUF DIE ABFASSUNG DES VERGLEICHSPROTOKOLLS, UM DAS RISIKO EINER URSSAF-SANIERUNG ZU VERMEIDEN:

Zunächst sei daran erinnert, dass Artikel L. 242-1 des Wertpapiergesetzes gilt. Die Sozialversicherung sieht vor, dass die Beträge, die dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsvertrags gezahlt werden, in die Bemessungsgrundlage der Sozialversicherungsbeiträge einfließen, es sei denn, der Arbeitgeber weist nach, dass er ganz oder teilweise zum Schadensersatz beiträgt.

✓ Im Urteil vom 15. März 2018 präzisiert das Kassationsgericht, dass die nach einer Vertragsbeendigung wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens gezahlte Abfindung von den Sozialversicherungsbeiträgen befreit werden kann, sofern der Arbeitgeber den Nachweis erbringt, dass die strittige Transaktionsentschädigung vorliegt eine ausschließlich kompensatorische Grundlage (Reparatur von a Schaden erlittenen Schaden erlitten), da dieser nicht zwangsläufig eine Entschädigung für die Kündigung beinhaltet.

Unter diesen Bedingungen muss die Vergleichsvereinbarung, um von Sozialversicherungsbeiträgen befreit zu sein, eine Klausel enthalten, die klar, präzise und unmissverständlich besagt, dass der Arbeitnehmer „ausdrücklich auf jegliche Ansprüche auf Zahlung einer Entschädigung und/oder eines Betrags jeglicher Art verzichtet, die sich aus dem Abschluss, der Erfüllung und/oder der Beendigung seines Vertrags ergeben“. Diese Klausel basiert auf der Rechtsprechung des Kassationsgerichtshofs.(Cass. soc., 2. Nov. 1989, Nr. 87-11.117) der die Handhabung eines Vergleichsprotokolls im Falle eines schweren Fehlverhaltens klären sollte:

KLARHEIT UND GENAUIGKEIT DES VERGLEICHSPROTOKOLLS SIND ENTSCHEIDEND, UM SCHWIERIGKEITEN ZU VERMEIDEN.

„.

Die Anwaltskanzlei Cécile ZAKINE unterstützt Führungskräfte bei der Erstellung von Aufhebungsverträgen im Arbeitsrecht. Eine gute Einigung ist immer vorteilhafter als eine schlechte Entscheidung!

4.9/5 - (2157 Stimmen)